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Warum man seine Wäsche nicht in der Wohnung trocknen soll

Aktuell, wir hatten das Thema schon einmal im Jahre 2016 behandelt, machen im Netz unterschiedliche Artikel die Runde, die darüber berichtet, dass es tödlich sein kann, wenn man seine Wäsche in der Wohnung aufhängt! Claudia, die hurtige Maid aus dem Mimikama-Team, hat sich dem Thema nochmals angenommen.

Die Waschmaschine piept: Wäsche fertig. Also, aufhängen.

Klar in der Wohnung, denn nicht jeder hat einen Garten, nicht jeder hat einen Wäschetrockner. Bei manchen ist der eventuell vorhandene Balkon zu klein, oder es regnet oder ist viel zu kalt draußen. Doch dann liest man aktuell eine Schlagzeile: „Tödliche Gefahr! Warum du deine Wäsche nicht drinnen trocknen solltest“

Tödliche Gefahr?

Das klingt etwas reißerisch. Doch was steckt hinter der Aussage? Wie gefährlich kann es denn sein, wenn ich Wäsche in meiner Wohnung zum Trocknen aufhänge? Und was soll ich tun, wenn mir gar keine andere Möglichkeit bleibt?

Stichwort: Luftfeuchtigkeit

Nehmen wir eine volle Ladung Wäsche aus der Waschmaschine, so stecken da in etwa zwei Liter Wasser drin. Lassen wir die Wäsche nun in der Wohnung trocknen, setzt sich diese Nässe in der Raumluft ab.

Das lässt die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung dann um rund 30 Prozent steigen. Und wir wissen alle, was passiert, wenn es in einer Wohnung zu feucht, zu nass ist. Es kann Schimmel entstehen.

Schimmel ist bekanntlicherweise ein Pilz, dessen Sporen giftig sind. Beim Einatmen dieser Sporen kann es zu Atemwegsbeschwerden, Allergien oder gar zu Asthma kommen.

Abgesehen von den gesundheitlichen Folgen kann es außerdem auch schon mal teuer werden, wenn Schimmel in der Wohnung beseitigt werden muss.

Wäsche trocknen in der Wohnung

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es ein paar Tipps. Beachtet man diese, wird man weder fürchten müssen, dass man gesundheitliche Schäden oder eine Wohnungssanierung riskiert.

  • Regelmäßig lüften
    Hier reicht es allerdings nicht, irgendwo in der Wohnung ein Fenster zu kippen. Sinnvoller ist hier Stoßlüften: immer wieder mal zehn Minuten lang Fenster oder Türen komplett öffnen. Auch Durchzug zwischen geöffneten Türen und Fenstern ist sinnvoll.
  • Hohe Schleuderdrehzahl
    Abhängig von der Art der Wäsche ist es sinnvoll, eine möglichst hohe Schleuderdrehzahl zu wählen. Die Wäsche kommt weniger nass aus der Waschmaschine und gibt dementsprechend weniger Feuchtigkeit in die Luft ab.
  • Geeigneter Raum
    Am besten ist ein Raum, in dem es zumindest ein oder mehrere Fenster gibt. Auch das Badezimmer eignet sich dazu, da es auf Feuchtigkeit aufgelegt ist. Hier ist jedoch die Dauer des Trocknens ein wenig länger, da durch Duschen etc. die Luftfeuchtigkeit generell höher ist. Oft haben Badezimmer keine Fenster, aber eine Lüftung. Hier empfiehlt sich, die Abdeckung immer wieder mal abzunehmen, um die Lüfter selbst zu reinigen und vorhandene Filter zu tauschen.
  • Wäsche aufhängen mit Köpfchen
    Lässt man zwischen den verschiedenen Kleidungsstücken etwas mehr Platz, kann hier die Luft besser zirkulieren. Auch die Nutzung von Kleiderbügeln kann hier sinnvoll sein. Die Wäsche trocknet so außerdem viel schneller.
  • Luftfeuchtigkeit messen
    Möchte man ganz genau Bescheid wissen, kann man die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung vor und nach dem Aufhängen von Wäsche messen. Dazu sind Hygrometer bereits für rund 15 Euro erhältlich.
  • Info vom Vermieter
    Sinnvoll ist auch immer, beim Vermieter nachzufragen. Abgesehen davon, dass es auch für ihn von Interesse ist, dass eine Wohnung nicht „zu nass gehalten“ wird, hat er eventuell gute Tipps oder bestenfalls sogar einen leerstehenden Raum, den man als Trockenraum verwenden könnte.

Sollten aufgrund der Gegebenheiten diese Tipps nicht so einfach umzusetzen sein, hilft immer noch der Griff zum Luftentfeuchter.

Fazit

Wir sind also weit entfernt von einer „tödlichen Gefahr“ wegen des Wäschetrocknens in den eigenen vier Wänden. Trotzdem ist es wichtig, eine zu hohe Luftfeuchtigkeit innerhalb der Wohnräume zu vermeiden, um keinen Schimmelbefall zu riskieren.

Quelle u.a.: Richtig Lüften, Schimmelbildung vermeiden

Hinweis: Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.




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