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Männer in Pandemie eher “Sextortion”-Opfer

Cyber-Epressung trifft laut Florida International University eher Minderheiten und queere Personen.

Männer waren während der COVID-Pandemie doppelt so häufig Oper von „Sextortion“, einer Form der Epressung, bei der Kriminelle mit der Online-Veröffentlichung pikanter Fotos, Videos und persönlicher Daten drohen, wie Frauen. Das zeigt eine aktuelle US-Studie.

Ebenfalls überhäufig betroffen waren laut Erstautorin Asia Eaton, Psychologin an der Florida International University http://fiu.edu , und ihren Kollegen junge Menschen, Minderheiten und Angehörige der LGBTQ-Community.

Mehr online, weniger wählerisch

Wütende Ex-Lover, Webcam-Hacker oder Dating-Scammer: Es gibt ein breites Spektrum an potenziellen Tätern, die mit der Veröffentlichung freizügiger Aufnahmen drohen können. Da sich im Pandemie-Lockdown das Leben verstärkt in die digitale Welt verlagert hat, ist das Risiko zusätzlich gestiegen. Seit Pandemie-Beginn waren laut der Studie mit über 2.000 Befragten 2,3 Prozent der Frauen und gar 4,5 Prozent der Männer von Sextortion betroffen. Der deutliche Unterschied zwischen den Geschlechtern mag Eaton zufolge an einer Reihe von Faktoren liegen.

„Jüngste Forschungsergebnisse haben geschlechtsspezifische Unterschiede bei unbezahlter Pflegearbeit und haushaltsbezogener Arbeit seit Beginn der Pandemie hervorgehoben“, sagt die Psychologin in einer Aussendung. Es scheint also plausibel, dass Männer in der Pandemie einfach mehr Zeit online verbracht haben und daher eher mit Erpressern in Berührung kommen konnten.

Zudem seien Männer in Sachen Dating tendenziell „weniger wählerisch“, so Eaton, weshalb sie ganz allgemein eher Opfer von Online-Liebesbetrug werden. Eine Variante davon ist eben, das Ziel zum Teilen von Bildern oder Videos zu verleiten, die dann der Erpressung dienen.

Diverse Risikogruppen im Blick

Doch nicht nur Männer werden der Studie zufolge überhäufig Sextortion-Opfer. Unter den Frauen sind Schwarze und Ureinwohnerinnen siebenmal eher betroffen als Weiße. LGBTQ-Personen wiederum erwischt es dreimal so häufig wie Heterosexuelle. Auch zeigte sich, dass Menschen von 18 bis 29 Jahren öfter derart erpresst werden als Ältere. Dies könne damit zusammenhängen, dass diese eher mit neuer Technologie experimentieren. Zudem wurden Opfer realweltlicher sexueller Gewalt vor der Pandemie während der Pandemie eher auch noch Sextortion-Opfer.

Zur Studie „The Relationship between Sextortion during COVID-19 and Pre-pandemic Intimate Partner Violence: A Large, Study of Victimization among Diverse U.S Men and Women“: http://tandfonline.com/doi/full/10.1080/15564886.2021.2022057

Quelle: pressetext.com



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